29.06.2017

Bebauungsplan Vorstadt III geht in die Endrunde

Eine umfangreiche Tagesordnung mit weitreichenden Beschlüssen hatte der Gau-Odernheimer Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung abzuarbeiten, wobei alle Beschlüsse einstimmig gefasst wurden. Zunächst ging es um den Bebauungsplan Vorstadt III. Bei der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung hatten sich 5 Bürgerinnen und Bürger über die Planung informiert ohne Anregungen oder Hinweise vorzubringen. Beim zweiten Teil ging es um die Anregungen der Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange. Deren Anregungen werden, soweit relevant, eingearbeitet. Die überarbeitete Fassung des Bebauungsplanes geht nun für weitere 4 Wochen in die Offenlage. Die Initiative von Bund und Ländern zum Breitbandausbau soll auch im Landkreis Alzey-Worms und in der Verbandsgemeinde greifen. Der Gemeinderat hat hierzu beschlossen, die Aufgabe zur Umsetzung in der Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde zu übertragen. Nachdem vor einiger Zeit ein Teil der Ortsstraßen zu “Tempo 30-Zonen” deklariert wurden, soll dies nun, auch auf Wunsch der Bürgerinnen und Bürger, auf alle Straßen, die von Alzeyer-, Wormser-, Mainzer- und Bahnstraße abgehen, von der der Verwaltung ausgewiesen werden. Im Bauhofbereich des Wertstoffhofes hatte sich über die Jahre aus diversen Straßenausbaumaßnahmen ein größerer Schuttberg angesammelt (geschätzt ca.280to). Nachdem eine weitere Verwendung u.a. in Form von Zerkleinerung als Schotter sich als unwirtschaftlich herausgestellt hatte, wurde nun die Fa. Baumgärtner aus Framersheim als günstigster Anbieter beauftragt den Bauschutt abzufahren. Die Kosten werden nach Aufwand berechnet und dürften bei ca. 8-10 T€ liegen. Gau-Odernheim ist über eine AöR an der “Energieprojekte Verbandsgemeinde Alzey-Land” beteiligt. Diese AöR hält wiederum Anteile an einem Windrad. Dieses Windrad hat im vergangenen Jahr anteilige Verluste in Höhe von € 18.557,97 eingefahren. Entsprechend der Anteile der Ortsgemeinde muss Gau-Odernheim nun den Jahresverlust in Höhe von € 976,15 mittragen. Zahlreiche Gewerke für den Kindergartenneubau wurden vergeben. So erhielt die folgenden Firmen die Zuschläge: Fa. Mandler aus Morschheim über € 151.040 für die Elektroinstallation, Fa. Dämgen aus Oppertshausen über € 238.251 für Sanitär und Heizung, Fa. KPS Fliesenfachbetrieb aus Hahnheim über € 42.590 für Fliesenarbeiten, Fa. Okara Estrichbau aus Merzig über € 23.299 für Estricharbeiten, Fa. Raumkonzept plus aus Riedstadt über € 82.079 für Trockenbauarbeiten und Fa. decoplan aus Mainz über € 72.233 für Putzarbeiten. Da die Auswertung der Angebote für die Lüftungsarbeiten noch nicht vorlag, erteilte der Rat dem Ortsbürgermeister die Ermächtigung dem günstigsten Anbieter den Zuschlag zu vergeben. Das gleiche gilt auch für die in der Sommerpause zu vergebenden Gewerke für Tischlerarbeiten (ca. € 71.000), Schlosserarbeiten (ca. € 30.000), Maler- und Lackierarbeiten (ca. € 80.000) und den Bodenbelag (ca. € 35.000). Bürgermeister Heiner Illing wies daraufhin, dass der Bau kostenmäßig bei einer Vergabe von ca. 80% der Gewerke noch immer im Kostenrahmen liegt. Der Kindergartenneubau muss über einen Kredit in Höhe von ca. 2,2 Mio Euro finanziert werden. Dieser soll bei der KfW zu Konditionen von 0,11% Zins (Laufzeit 30 Jahre, Zinsfestschreibung 10 Jahre, jährliche Belastung ca. € 75.000) aufgenommen werden. Aktuell laufen Ausschreibungen zu Straßensanierungsmaßnahmen in der Albiger-, Kegelbahn-, Theodor-Heuss- und Gustav-Heinemann-Straße zusammen mit der Ausschreibung für die Skaterfläche am Mehrgenerationenplatz. Hierfür werden Kosten in Höhe von ca. € 147.000 erwartet. Der Bürgermeister wurde beauftragt, sobald die Ergebnisse vorliegen, dem günstigsten Anbieter den Auftrag zu erteilen. Bei den Eilentscheidungen teilte Bürgermeister Heiner Illing mit, dass für € 3.141 ein neuer Sichelmulcher angeschafft werden musste und für den Mehrgenerationenplatz der Bauantrag genehmigt wurde. Zum Schluss wurde noch mitgeteilt, dass die Ortsgemeinde am VG-Umzug in Albig teilnimmt, die Konzessionsabgabe von EWR für 2016 € 90.909 beträgt, der Landwirtschaftsausschuss beschloss, die Förderung für den Wirtschaftsweg Oppenheimer Straße – Hillesheimer Landstraße zurückzunehmen und neu zu prüfen, der Zuschuss des Landkreises für den Kindergartenneubau € 105.000 beträgt, in KW 25 eine qualitative Verkehrszählung für das geplante Neubaugebiet “Grüner Weg II” stattfindet, im Sommer 2018 Realschule, Petersberghalle und Bauhof (ehem. Feuerwehr) mit einem Blockheizkraftwerk beheizt werden sollen, die Kreisverwaltung Mainz-Bingen die wasserrechtliche Genehmigung der Selzrenaturierung zwischen Gau-Odernheim und Bechtolsheim beantragt hat und an interessierte Landwirte der Erdaushub abgegeben werden kann, sowie sich die nichtöffentlichen Beschlüsse der letzten Sitzung auf Baugenehmigungen und dem Flächennutzungsplan 2030 bezogen. Außerdem wies Ortsbürgermeister Illing nochmals auf die nicht zufriedenstellende Situation bei den Glascontainern hin, dass er die Kreisverwaltung aufgefordert hatte umgehend Abhilfe zu schaffen und wenn dies nicht eintritt, die Behälter entfernen zu lassen.

Heiner Illing
Ortsbürgermeister

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