27.08.2018

Radweg zwischen Gau-Odernheim und Biebelnheim eingeweiht

Es hat 29 Jahre gedauert, ehe der Radweg zwischen Biebelnheim und Gau-Odernheim eingeweiht werden konnte. Es wurde geplant und verworfen. Doch nun hat das lange Warten ein Ende.

Die Idee ist noch ein echtes Produkt “Made in West-Germany”. Denn bereits 1989 kam der offizielle Auftrag an die Gemeinde, den Gedanken eines gemeinsamen Radweges voranzutreiben. Zur offiziellen Eröffnung verlas der Gau-Odernheimer Bürgermeister Heiner Illing nochmal das offizielle Schreiben. “Besonders freut es mich, dass Bernd Manz, der den Antrag damals stellte, und Ex-Ortschef Karl Heinz Merker das noch erleben dürfen. Zwischenzeitlich hatten wir schon Zweifel”, sagte Illing mit einem Augenzwinkern.

Gemeinsam mit seiner Biebelnheimer Amtskollegin Petra Bade eröffnete er am Freitag (17.08.2018) den nach 29 Jahren Planung und mehreren gescheiterten Anträgen vollendeten Radweg. 634 000 Euro kostete der Bau des 991 Meter langen asphaltierten Radwegs. Spatenstich war im März. “Knapp 600 Euro pro Meter Weg, das ist ein bisschen mehr, als wir normalerweise brauchen”, bilanzierte Bernhard Knoop, Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Worms. Der LBM hatte für das Land, das den vollen Betrag übernommen hat, den Bau geplant und überwacht.

Der kombinierte Wirtschafts- und Radweg, der zwischen den Ortsgrenzen der Gemeinden parallel zur L414 verläuft, hat auf rund 680 Metern die erforderliche Wirtschaftswegbreite von drei Metern, der Rest hat eine Breite von 2,5 Metern. Die maximale Steigung von sieben Prozent sei laut dem 1. Kreisbeigeordneten Gerhard Seebald kein Problem. Denn: “Ich habe gehört, dass rund 80 Prozent aller aktuell verkauften Räder E-Bikes sind.”

In Vertretung von Landrat Ernst Walter Görisch schloss er sich den weiteren Gastrednern Bernhard Knoop, VG Bürgermeister Steffen Unger, SPD-Landtagsabgeordneter Heiko Sippel sowie den zwei Ortsbürgermeistern der Gemeinden Biebelnheim und Gau-Odernheim an. Gemeinsam mit rund 80 Bürgern aus den Gemeinden feierten die Politiker bei strahlendem Sonnenschein die neue Verbindungsroute.

Es gehe darum Alternativen zum Auto attraktiver zu machen und den Bürgern sicherere Wege zu ermöglichen, stimmten die Redner überein. Spürbar war aber auch die Erleichterung, dass das Langzeitprojekt endlich abgeschlossen wurde. Schließlich mussten für den Radweg einige Hindernisse überwunden werden. Die 77 Meter lange Gabionenwand musste errichtet werden, um die unter Naturschutz stehende Lösswand umweltfreundlich abzustützen. Zusätzlich musste auch für 28 000 Euro eine alte Scheune abgerissen werden, die auf dem geplanten Verlaufsweg stand.

Auch der Grunderwerb gestaltete sich stellenweise schwierig. Einiges an Ackerland musste für den Bau erworben werden. Stellenweise war das ein mühsames Unterfangen, sagte Heiner Illing. Denn so mancher Grundbesitzer musste erst davon überzeugt werden, dass zwischen den beiden Gemeinden nie Bauland entstehen wird. (Text: Allgemeine Zeitung Alzey, Bilder: Günter Petri)

Radweg-Einweihung
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