02.11.2014

Gau-Odernheimer Gemeinderat stellt Weichen für die Zukunft

Bei der dritten Sitzung beriet der Gau-Odernheimer Gemeinderat Punkte, die die Zukunft der Gemeinde positiv beeinflussen sollen. Bemerkenswert war außerdem, dass alle Beschlüsse einstimmig gefasst wurden. Zunächst stellte die Rechnungsprüfungsausschussvorsitzende Birgit Philipp das Ergebnis der Prüfungen der Jahre 2011 und 2012 vor. Die Ortsgemeinde bewegt in der Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde eine Bilanzsumme von über 20 Millionen Euro. Kleinere Abweichungen in Form von Falschbuchungen werden korrigiert und der Rat erteilte Bürgermeister und Beigeordneten die Entlastung. Den Zuschlag für die Instandhaltung der Straßenbeleuchtung über € 15.799,06 erhielt günstigst bietend die EWR Netz GmbH. Die Gemeinde wird im Vorstand der IG-Petersberg auch in den nächsten Jahren von den Ratsmitgliedern Heike Schleef und Bernd Schweitzer vertreten. Nachdem sich die Anzahl der frei verfügbaren Bauplätze für Wohnhäuser einer kritischen Grenze nähert, beschloss der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan “Vorstadt III”. Hierbei soll der Bereich zwischen Rewe und Grundschule überplant werden. Diese Variante bietet auch die Möglichkeit einer Verbesserung der Verkehrssituation an der Grundschule. Je nach Planung können zwischen 20 und 25 Bauplätze entstehen. Den Planungsauftrag hierzu erhielt das Planungsbüro WSW. Zum regionalen Raumordnungsplan Rheinhessen-Nahe für die Jahre 2015-2030 wurde eine Stellungnahme im Anhörungsverfahren beschlossen. Hier drängt die Gemeinde darauf, dass Gau-Odernheim als eigenständiges Grundzentrum erhalten bleiben soll. Außerdem möchte man keinen Grünzug zwischen Selz und dem südlichen Teil von Gau-Odernheim, da dies eine mögliche Entlastung der Wormser-Straße für immer verhindern würde. Auch lehnt der Rat eine Begrenzung der zusätzlichen Siedlungsfläche auf 4,4 ha ab. Für den Gau-Köngernheimer Friedhof vergab der Rat Aufträge an die Firma Seip zur Befestigung des Bodens der Aussegnungshalle mit Betonplatten über insgesamt € 8.106,98 und die Bepflanzung und Herrichtung des Bereiches am Ehrenmal über € 2.241,96. Bürgermeister Heiner Illing traf zusammen mit den Beigeordneten und zum Teil mit den Fraktionsvorsitzenden folgende Eilentscheidungen: Beseitigung eines Wasserschadens an der Aussegnungshalle Gau-Odernheim durch die Fa. Merker über insgesamt € 3.198,41; Vergabe der Stromlieferungen für die Straßenbeleuchtung und die gemeindeeigenen Gebäude an e-rp € 11.892,69; Ausstattung der altersgemischten Gruppe im Kindergarten mit 2 Liegepolsterschränken und 12 Liegeploster € 2.123,46; Vergabe der Treppe im Rathaus an die Fa. Gräf in Alzey € 23.970,17; Vergabe des Küchenbodens im Rathaus an die Fa. Duda € 1.746,44 und Vergabe der Dacheindeckung am Rathaus an die Fa. Klein € 53.786,32. Im letzten Tagesordnungspunkt teilte Bürgermeister Illing noch mit, dass für das Jahr 2014 die Verbandsgemeindeumlage EURO 1.110.258 und die Kreisumlage EURO 1.245.789 beträgt. Die Arbeiten am Petersberg können fristgerecht abgeschlossen werden und im Kostenrahmen liegen wir aktuell um 25.000 Euro unter dem Ansatz (135.000 Euro). Der Spielplatz in der Heinrich-Mildenberger-Straße muss dringend saniert werden, da aufgrund der völlig unsachgemäßen Herrichtung durch den insolventen Bauträger das Oberflächenwasser nicht versickern, bzw. abfließen kann. Hierfür müssen im Haushaltsplan für 2015 20.000 Euro eingestellt werden. Zum Schluss verlas der Bürgermeister noch einen Brief eines Gutachters über das Buntglasfenster im Rathaus. Die Denkmalpflege drängt darauf, dass dieses Fenster erhalten bleibt. Hierzu müsste es in ein neues Isolierglas-Fenster eingearbeitet werden. Der Gutachter rät hiervon aber ab. Zum einen, weil ihm der Aufwand unverhältnismäßig erscheint, vor allem aber, da er die Entstehung des Bildes in der Zeit des Nationalsozialismus sieht. “Das Bild fügt sich in die Blut und Boden Ideologie der Nazis ein und ich lehne einen möglichen Auftrag ab ...”

Heiner Illing
Ortsbürgermeister

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